Der ritterliche Ordre Templier du Saint-Sauveur de Mont-Réal ist im Jahre 1128 von König Alphonse I. von Aragon und Navarra, "el Batallador", und Gaston de Béarn, Seigneur de Monréal, als seinem ersten Großmeister gegründet worden. Er besteht seitdem in einer ungebrochenen historischen Kontinuität. Entsprechend seiner Tradition als Tempelorden verfügt der Ordre Templier du Saint-Sauveur de Mont-Réal über ein Statut, das weltliches und geistliches Engagement mit einander verbindet, ohne im engeren Sinne konfessionsgebunden zu sein.
Historisch hat unser Orden zu keiner Zeit auch nur annähernd die Bedeutung seiner beiden bekannten großen Brüder, die Armen Ritterschaft Christi von Salomonischen Tempel und dem Deutschen Orden St. Marien, erreicht - was ihn anderseits vielleicht aber auch vor dem Untergang im Wandel der Zeit bewahrt hat. Diente unser Orden zunächst als Milice du Christ der Verteidigung der Freiheit und des christlichen Glaubens gegen die eingefallenen Mauren und Sarazenen im heutigen Spanien, sah er sich im 15. Jahrhundert gezwungen, seinen Sitz nach Flandern zu verlegen. Dort wandelte er sich, der allgemeinen historischen Entwicklung entsprechend, zunehmend zu einem wissenschaftlichen und philosophischen Gesprächsforum, das so berühmte gelehrte und Humanisten wie Paracelsus von Hohenheim und Erasmus von Rotterdam zu seinen Gästen zählen durfte.